EJOT Dübel 1x1
Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Wissenswertes rund um das Thema WDVS.
Bei Fragen oder Problemen, helfen wir Ihnen jederzeit gerne persönlich weiter.
Baurechtlicher Hintergrund
Gute Gründe für die Verdübelung von WDVS
Sicherer Halt auf alten Fassaden
Höhere Standsicherheit
Höhere Sicherheit gegenüber hygrothermischen Einflüssen
Höhere Sicherheit gegen Windsoglasten
Wege zur perfekten Verdübelung von WDVS
Untergrundbeurteilung
Zuordnung des Dübeltyps zum Untergrund
Weitere Kriterien zur Auswahl des optimalen Dübels
Zusatzteller je nach Anwendung
Bestimmung der erforderlichen Dübellänge
Bestimmung der erforderlichen Dübelanzahl
Korrekte Verarbeitung entscheidend für Dübelfunktion
Bohrverfahren
Zur Harmonisierung des EU-Binnenmarktes hat die EU-Kommission die
EG-Bauproduktenrichtlinie (89/106 EWG) verabschiedet. Sie legt fest, dass Bauprodukte bezogen auf ihren vorgesehenen Verwendungszweck die folgenden wesentlichen Anforderungen erfüllen müssen:
- mechanische Festigkeit und Standsicherheit
- Brandschutz
- Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz
- Nutzungssicherheit
- Schallschutz
- Dauerhaftigkeit und Gebrauchstauglichkeit
Arbeitsgruppen der Europäischen Organisation für Technische Zulassungen (EOTA = European Organisation for Technical Approvals) haben Kriterien erarbeitet, wie bei Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) der konkrete Nachweis dieser Anforderungen zu erfolgen hat. Die Kriterien und entsprechenden Prüfverfahren sind in Leitlinien für Europäische Technische Zulassungen (ETAG = European Technical Approval Guidelines) festgelegt. Für WDVS sind folgende Leitlinien relevant:
- ETAG 004: für außenseitige Wärmedämm-Verbundsysteme mit Putzschicht
- ETAG 014: für Kunststoffdübel zur Befestigung von außenseitigen
Wärmedämm-Verbundsystemen mit Putzschicht
Die Leitlinien sind verbindlich für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) sowie diejenigen Staaten der europäischen Freihandelsassoziation (EFTA = European Free Trade Association), welche die Abkommen zum Europäischen Wirtschaftsraum (EEA = European Economic Area) unterzeichnet haben (Island, Liechtenstein und Norwegen). Sie bilden die Grundlage zur Erteilung europäischer technischer Zulassungen (ETA = European Technical Approval) für einzelne Produkte. Bauprodukte mit ETA und Konformitätsnachweis dürfen das CE-Zeichen führen, das den freien Warenverkehr innerhalb der Mitgliedsstaaten der EEA ermöglicht. Damit wird sichergestellt, dass Bauprodukte in Bezug auf wesentliche technische Spezifikationen einheitlich beurteilt werden. Jeder Mitgliedsstaat kann somit ohne weitere Prüfung davon ausgehen, dass das Bauprodukt bei ordnungsgemäßer Planung und Bauausführung grundsätzlich für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet ist. Als Qualitätskennzeichen kann das CE-Zeichen indes nicht betrachtet werden.
Die Leitlinien gehen von einer voraussichtlichen Nutzungsdauer eines WDVS von mindestens 25 Jahren aus. Die tatsähliche Nutzungsdauer kann nach vorliegenden Praxiserfahrungen wesentlich läger sein, ohne dass eine wesentliche Qualitäsbeeinträchtigung zu erwarten ist. Eine Garantie gegenüer dem Hersteller des Systems oder seiner Komponenten kann daraus jedoch nicht abgeleitet werden. Bei der Verarbeitung der Produkte sind weiterhin nationale Bauvorschriften zu beachten. Diese Vorgehensweise ermöglicht es den Mitgliedsstaaten, spezielle nationale oder regionale Anforderungen ausdrücklich zu berücksichtigen (z. B. unterschiedliche Windsogbelastungen, Sicherheitsfaktoren, landestypische Bauweisen).
Wärmedämm-Verbundsysteme sind Bausätze (Kits) im Sinne der EG-Bauproduktenrichtlinie. Der Hersteller, für dessen System eine ETA erteilt wird, ist verantwortlich für die sorgfältige Auswahl aller Einzelbestandteile. Bestandteile eines WDVS sind gemäß ETAG 004:
- Kleber
- Wärmedämmstoff
- Putzsystem (einschließlich Bewehrung)
- mechanische Befestigungen (Dübel, Halteschienen)
- Zubehör (z. B. Kanten- und Sockelprofile)
Werden eigenmächtig Systemanteile unterschiedlicher Anbieter verarbeitet, erlischt die Zulassung. Es liegt in diesen Fällen ein Verstoß gegen geltendes Baurecht vor, dass einerseits zum Verlust der Gewährleistung durch den Hersteller führt und andererseits strafrechtliche Folgen nach sich ziehen kann.
EJOT empfiehlt: Beziehen Sie alle Systembestandteile ausschließlich über den Inhaber der Systemzulassung!
WDVS selbst tragen nicht zur Standsicherheit eines Bauwerks bei. Insbesondere bei Sanierungsmaßnahmen ist jedoch die Standsicherheit der Wandkonstruktion zur überprüfen, auf der das WDVS befestigt werden soll. Da diese nach der energetischen Sanierung zusätzlich die Eigenlast des Dämmsystems trägt, muss eventuell vor dem Aufbringen des WDVS die Standsicherheit wiederhergestellt werden. Dies trifft speziell auf mehrschalige Wandkonstruktionen (Bauwerke mit Vormauerschale und Plattenbauten) zu.
Gute Gründe für die Verdübelung von WDVS
Sicherer Halt auf alten Fassaden
Wärmedämm-Verbundsysteme werden häufig zur energetischen Sanierung älterer Gebäude eingesetzt. Wissen Sie, wie tragfähig der Altputz wirklich ist? Jahrzehntelang war er Witterung und Emissionen ausgesetzt. Ruß, Schmutz, Altanstriche setzen die Tragfähigkeit des Klebers herab. Oder einzelne Bestandteile sind nicht mit der Zusammensetzung des Klebers verträglich ("Verseifen"). Bauphysikalische Einflüsse nach Aufbringung des neuen WDVS können auch nach Jahren zu Veränderungen im Tragverhalten des Altputzes führen (Versagen des Altputzes). Im Neubaubereich wiederum können Reste von Schalungsöl auf Beton Probleme bereiten. Eine Fassadenreinigung ist aufwändig und teuer. Zudem muss das schadstoffhaltige Abwasser aufgefangen und fachgerecht entsorgt werden. Außerdem wird der Altputz durch eine gründliche Reinigung durchfeuchtet.
Bei der zusätzlichen Verdübelung der Dämmstoffplatten ist dagegen meist keine spezielle Vorbehandlung der Fassade notwendig. Lediglich lose Putzstellen, Ausblühungen und blätternder Anstrich müssen grob entfernt werden, eventuelle Fehlstellen werden überspachtelt. Schließlich sorgen Dübel für sicheren Halt...
| Verwitterte Fassade | Mit WDVS sanierte Fassade |
Gute Gründe für die Verdübelung von WDVS
Höhere Standsicherheit
Das Eigengewicht eines WDVS wird bei ausschließlicher Verklebung der Dämmstoffplatten über Scherkräfte auf die Wandkonstruktion übertragen. Der verwendete Kleber stellt somit die einzige Verbindung zwischen Wand und Dämmstoff dar. ejotherm Tellerdübel geben Ihrer Fassade sicheren Halt dank besonders stabiler Dübelteller und hoher charakteristischer Lasten. Durch Anpressdruck wird der Reibschluss zwischen Fassadenoberfläche und Kleber sowie zwischen Kleber und Dämmstoffplatte dauerhaft erhöht. Im Ergebnis führt dies zu einer höheren Standsicherheit des Gesamtsystems. Zudem können Dübel mit Stahlschraube oder Stahlnagel im Brandfall höhere Sicherheitsreserven bieten. Sicher ist sicher!
Wirkung der Verdübelung:
- Eigenlast des Systems wird über Kleber und Dämmung in den Untergrund übertragen
- Tellerdübel erzeugen zusätzlichen Anpressdruck
Vorteile:
- höhere Standsicherheit für das gesamte System
- Dübelteller lenkt Windsoglast um
- hohe Sicherheit bei Windsogbelastungen
Gute Gründe für die Verdübelung von WDVS
Höchste Sicherheit gegenüber hygrothermischen Einflüssen
Hygrothermische Einflüsse wie Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit (Diffusion) und Schwindung führen zu schwankenden Materialausdehnungen, die auf die starre Klebeverbindung wirken. Bei ausschließlicher Verklebung besteht die latente Gefahr des Aufwölbens oder Schüsselns von Dämmstoffplatten infolge fehlender Ausdehnungs-möglichkeiten an den Plattenstößen. Die zusätzliche Verdübelung im Bereich der Plattenstöße sowie in der Plattenmitte sorgt für eine mechanische Fixierung des Systems an der Wand und reduziert damit das Risiko von Putzrissen.
| außen warm | außen kalt |
| Deshalb: zusätzliche Fixierung der Dämmstoffplatten mit EJOT WDVS-Dübeln | |
Gute Gründe für die Verdübelung von WDVS
Höhere Sicherheit gegen Windsoglasten
Windsogbelastungen wirken in umgekehrter Richtung der Eigenlast. Sie sorgen für eine senkrechte Zugbeanspruchung auf die Klebeverbindung. Besondere Bedeutung kommt den Übergängen Wand/Kleber (Neubau) bzw. Altputz/Kleber (Sanierung) und Kleber/Dämmstoff zu.
Besondere Windsogbelastungen bestehen
- bei höheren Gebäuden
- an Gebäudekanten
- bei freistehenden Gebäuden
- bei exponierten Lagen
- in Küstenregionen
- bei Stürmen
Klimaforscher gehen davon aus, dass das Risiko schwerer Stürme
und damit das Riskio schwerer Schäden weltweit zunimmt.
EJOT Dübel geben zusätzliche Sicherheit!
Wege zur perfekten Verdübelung von WDVS
Untergrundbeurteilung
Die Spreizzone eines Dübels muss perfekt auf den am Objekt vorgefunden Wandbaustoff abgestimmt sein. Nur so kann der Dübel seine Funktion im WDV-System optimal erfüllen. Daher kommt der sorgfältigen Beurteilung des Untergrunds hohe Bedeutung zu. Die ETAG 014 (Leitlinie für Dübel in Wärmedämmverbundsystemen) unterscheidet die gängigsten Baustoffe nach sogenannten Nutzungskategorien, um die Zuordnung des passenden Dübels zu erleichtern.
| Nutzungskategorie A: Normalbeton | |
| Nutzungskategorie B: Vollsteine | |
| Nutzungskategorie C: Hohl- oder Lochsteine | |
| Nutzungskategorie D: Haufwerksporiger Leichtbeton | |
| Nutzungskategorie E: Porenbeton |
Wege zur perfekten Verdübelung von WDVS
Korrekte Zuordnung des Dübeltyps zum Untergrund
Nach der Bestimmung des Untergrunds kann der passende Dübel über die Zulassung zugeordnet werden, da Dübel mit europäischer technischer Zulassung für bestimmte Nutzungskategorien geprüft und freigegeben sind. Dabei sind die folgenden Fälle möglich.
Fall 1:
Der Dübel ist für die ermittelte Baustoffkategorie zugelassen. Der identifizierte Baustoff ist in der ETA des Dübels aufgeführt.Der Dübel kann ohne weitere Versuche am Bauwerk verwendet werden. Die in der Zulassung genannten Lasten können ohne weiteres für die Ermittlung der erforderlichen Dübelanzahl herangezogen werden. Gegebenenfalls sind nationale Sicherheitsbeiwerte zu berücksichtigen.
Beispiel:
Als Wandbaustoff wurde ein Kalksandvollstein ermittelt. Dies entspricht der Nutzungskategorie B. Der Dübel verfügt über eine ETA für die Nutzungskategorien A und B. Für den Untergrund KS wird in der ETA eine charakteristische Last von 1,2 kN genannt. Nationale Anwendungsvorschriften sehen für die Nutzungskategorie B einen Sicherheitsbeiwert von 3 vor. Dem Dübel kann also ohne Versuche am Bauwerk eine zulässige Last von 1,2 kN : 3 = 0,4 kN beigemessen werden.
Fall 2:
Der Dübel hat keine Zulassung für die ermittelte Baustoffkategorie.Gehört der am Objekt festgestellte Baustoff nicht zu einer Nutzungskategorie, für die der Dübel gemäß ETA zugelassen ist, darf der Dübel an diesem Objekt nicht eingesetzt werden. Die Eignung des Dübels kann in diesem Fall auch nicht durch Auszugsversuche nachgewiesen werden.
Beispiel:
Als Wandbaustoff wurde ein Hochlochziegel festgestellt. Dies entspricht der Nutzungskategorie C. Ein Dübel mit Zulassung lediglich für die Nutzungskategorien A und B darf nicht verwendet werden.
Fall 3:
Der Dübel ist grundsätzlich zugelassen für die ermittelte Baustoffkategorie. Der identifizierte Baustoff ist jedoch nicht ausdrücklich in der ETA des Dübels genannt.Der Dübel kann verwendet werden, wenn seine Eignung durch Versuche am Bauwerk nachgewiesen wird. Dabei wird objektspezifisch die charakteristische Last durch Auszugsversuche, wie in der ETA beschrieben, ermittelt. Bei der Ableitung der zulässigen Last sind nationale Sicherheitsbeiwerte zu berücksichtigen.
Beispiel:
Als Wandbaustoff wurde ein Kalksandlochstein ermittelt. Dies entspricht der Nutzungskategorie C. Der Dübel verfügt über eine ETA für die Nutzungskategorien A, B, C, D und E. Der Untergrund KSL wird in der ETA nicht ausdrücklich erwähnt. Auszugsversuche am Objekt mit diesem Dübel ergeben eine charakteristische Last von 1,5 kN. Nationale Anwendungsvorschriften sehen für die Nutzungskategorie C einen Sicherheitsbeiwert von 3 vor. Dem Dübel wird eine zulässige Last von 1,5 kN : 3 = 0,5 kN beigemessen.
Fall 4:
Der Dübel ist grundsätzlich zugelassen für die ermittelte Baustoffkategorie. Der identifizierte Baustoff ist zwar bereits in der ETA des Dübels genannt, aber die Rohdichte oder die Druckfestigkeit des Steins weicht von den Angaben in der Zulassung ab.Dieser Fall entspricht im Grundsatz der Vorgehensweise von Fall 3. Auch hier kann die Eignung für den Verankerungsgrund durch Versuche am Bauwerk nachgewiesen werden.
Sonderfall:
Wetterschalen aus Beton (Plattenbau) werden der Nutzungskategorie A zugeordnet. Bei allen ejotherm Dübeln dürfen die Lasten durch Versuche am Bauwerk ermittelt werden.
EJOT empfiehlt:
- ejotherm STR U (als Tellerdübel) sowie ejotherm SDK U (zur Schienenbefestigung) verfügen über eine europäische Zulassung für alle Baustoffklassen. Viele Baustoffe sind bereits für die Zulassung geprüft und in der ETA aufgeführt. Zusätzliche Bauwerksversuche können daher meist eingespart werden.
- Sollten Baustellenversuche erforderlich sein, steht Ihnen der EJOT Anwendungsservice zur Verfügung.
Wege zur perfekten Verdübelung von WDVS
Weitere Kriterien zur Auswahl des optimalen Dübels
Kommen grundsätzlich mehrere Dübeltypen für die Anwendung im vorgefundenen Baustoff in Frage, können weitere Kriterien zur Beurteilung herangezogen werden.
Wege zur perfekten Verdübelung von WDVS
Zusatzteller je nach Anwendung
Je nach Anwendungsfall werden unsere WDVS Dübel mit Zusatztellern kombiniert. Die Zusatzteller sind ganz einfach anzuwenden und stehen in unterschiedlichen Durchmessern zur Verfügung. Sie werden wie eine Unterlegscheibe auf einen Tellerdübel aufgesteckt. Die weitere Montage erfolgt ganz normal.
Wann welcher Zusatzteller verwendet wird, hängt vom verwendeten Dämmstoff und Systemaufbau ab. Ausschlaggebend sind die Angaben des Systemherstellers.
Hinweis: Zusatzteller sind als Systembestandteile des Dübels zu betrachten. Sie sind entsprechend geprüft und in der Zulassung des Tellerdübels beschrieben. Daher sollten Tellerdübel nur mit den entsprechenden Zusatztellern desselben Herstellers kombiniert werden.
Wege zur perfekten Verdübelung von WDVS
Bestimmung der erforderlichen Dübellänge
Die korrekte Bestimmung der Dübellänge ist eine wichtige Voraussetzung, um höchstmögliche Befestigungssicherheit zu erzielen. Dabei müssen stets die objektspezifischen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Die Ermittlung der erforderlichen Dübellänge selbst ist jedoch leicht:
nominelle Verankerungstiefe hnom
+ Toleranzausgleich ttol
+ Dämmstoffdicke hD
= erforderliche Dübellänge lD
Hinweise:
Soweit keine andere Angabe vorhanden ist, entspricht die nominelle Verankerungstiefe hnom
der effektiven Verankerungstiefe hef.
Der Toleranzausgleich setzt sich zusammen aus:
Dicke des Altputzes (sofern vorhanden, häufig beträgt die Altputzdicke ca. 20 mm)
+ Dicke der Klebemörtelschicht nach dem Andrücken der Dämmstoffplatten an die Wand
(im Regelfall ca. 10 mm)*
+ zusätzlicher Ausgleich von Fassadenunebenheiten*
= Toleranzausgleich ttol
Sollen an der Fassade im Zuge der energetischen Sanierung größere Unebenheiten ausgeglichen werden, kann es erforderlich sein, unterschiedliche Dübellängen zu verwenden.
* Fassadentoleranzen werden letztlich durch die tatsächliche Gesamtdicke der Klebemörtelschicht ausgeglichen.
Wege zur perfekten Verdübelung von WDVS
Bestimmung der erforderlichen Dübelanzahl
Die erforderliche Dübelanzahl wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Dabei spielen u. a. Gebäudehöhe und -profil, erwartete Windsogbelastungen und zulässige Traglasten von Dämmstoffplatte und Dübel eine Rolle. Grundsätzlich gilt: mit steigender Gebäudehöhe erhöht sich die Dübelanzahl/m2. Im Randbereich wird die Dübelanzahl wegen größerer Luftver-wirbelungen erhöht. Dübel mit höheren zulässigen Lasten können zu geringerem Dübelverbrauch führen.
Nachfolgende Grafik verdeutlicht die Definition von Fläche und Rand gemäß DIN 55699.
EJOT empfiehlt: Da die Standsicherheit des Gesamtsystems gewährleistet sein muss, sind die Herstellerangaben des WDVS in den jeweiligen Verarbeitungsrichtlinien unbedingt einzuhalten!
Wege zur perfekten Verdübelung von WDVS
Korrekte Verarbeitung entscheidend für Dübelfunktion
Die Position der Dübel ergibt sich aus dem Dübelschema des WDV-Systemanbieters. Nachfolgend einige gängige Verdübelungsanordnungen gemäß DIN 55699:
- Anordnung der Dübel für Dämmstoffplattenformate 1000 x 500 mm, z. B. Polystyrol-Hartschaum-Platten und 800 x 625 mm, z. B. Mineralwolle-Platten (Tabelle 1)
- Anordnung der Dübel für Dämmstoffplattenformate 1000 x 200 mm, z. B. Mineralwolle-Lamellenplatten (Tabelle 2)
Dübel sollten stets im Bereich des Klebers eingebaut werden, damit sie über den Anpressdruck die Funktion der Klebeverbindung bestmöglich unterstützen können. Das Verfahren zur Bohrlocherstellung ist abhängig vom jeweiligen Verankerungsgrund und kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
| Tabelle 1 | Tabelle 2 |
Wege zur perfekten Verdübelung von WDVS
Bohrverfahren
Je nach Bohrmaschine bzw. Bohrhammer sind folgende Bohrverfahren möglich:
- Drehbohren - ohne Schlag
- Schlagbohren - viele Schläge mit geringer Schlagenergie
- Hammerbohren - wenig Schläge mit hoher Schlagenergie
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Das Verfahren zur Bohrlocherstellung ist abhängig vom jeweiligen Verankerungsgrund und kann der folgenden Tabelle entnommen werden.
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EJOT empfiehlt:
| Verwenden Sie beim Bohren mit Drehgang (ohne Schlagimpuls) unsere Spezialbohrer, um eine saubere Bohrlocherstellung bei gleichzeitig kurzen Bohrzeiten und hohen Traglasten zu erreichen. Bohrer sind Verschleißteile. Ihre Standzeit hängt von der Festigkeit des Untergrunds ab: Je fester der Untergrund, desto höher ist der Verschleiß. Um eine optimale Arbeitsgeschwindigkeit zu erzielen, sollten Bohrer frühzeitig ausgewechselt werden. Bei der Bohrlocherstellung sollten für den jeweiligen Dübeltyp angegebenen Montage-kennwerte sorgfältig eingehalten werden (insbesondere die Mindest-Bohrlochtiefe). Bei Tellerdübeln werden die Dübelteller entweder nach dem EJOT STR-Prinzip vertieft in die Dämmstoffplatte eingebaut oder oberfächen-bündig auf der Dämmstoffaußenseite (immer bei Kombination mit Zusatztellern). Bei ober-flächenbündiger Montage ist darauf zu achten, dass die Oberseite des Dübeltellers eine Ebene mit der Oberseite der Dämmung bildet. Bei zu tiefem Tellereinzug muss die Vertiefung vor dem Aufziehen der Armierung zusätzlich überspachtelt werden. Das führt im Bereich des Tellers zu überhöhten Putzdicken. Diese gelten als Risiken für Putzrisse oder Abzeichnungen. Bei nicht ausreichendem Tellereinzug muss zur Erzielung der Mindestputzdicke über den Dübeltellern die gesamte Fassade mit einer dickeren Armierungsschicht versehen werden und führt zu erhöhten Kosten. Bei Anwendung des EJOT STR-Prinzips wird der Dübelteller schnell und sauber in die Dämmung versenkt und mit einer STR-Rondelle abgedeckt. So entsteht eine glatte und homogene Dämm-stoffoberfläche als Grundlage für einen gleich-mäßigen Putzauftrag. Ein zusätzlicher Arbeits-aufwand zum Überspachteln der Dübelteller entfällt. Die Dübelteller werden zudem von der Putzschicht entkoppelt.
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