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Die Dübelfibel – Fassadendübel für Anbauteile aus Holz und Metall

Zur konstruktiven Befestigung von Fassadenunterkonstruktion stehen verschiedene Fassadendübel-Typen zur Verfügung. In der Regel gibt der Planer vor, welche Fassadendübel verwendet werden. Dennoch sollte auch der verarbeitende Monteur wissen, welche Unterschiede es bei Fassadendübeln zu beachten gibt, schließlich ist die Unterkonstruktion statisches Bindeglied zwischen tragender Außenwand und der Fassadenbekleidung. Daher ist die Verwendung eines falschen Fassadendübels – sei es durch ein Versehen oder durch Unkenntnis – in jedem Fall zu vermeiden.
Einbausituation_Holz.jpg
EJOT Fassadendübel mit Senkkopf für Anbauteil aus Holz. Die Verspreizung der Dübelhülse im Lochstein ist deutlich erkennbar.


Einbausituation_Metall.jpg
EJOT Fassadendübel mit Kragenbund für Anbauteile aus Metall. Die Verspreizung der Dübelhülse im Lochstein ist deutlich erkennbar.


Beschreibung und Funktion

Fassadendübel sind bauaufsichtlich zugelassene Befestigungsmittel und müssen von geschulten Monteuren verarbeitet werden. Sie bestehen aus einer Kunststoff-Dübelhülse sowie einer exakt darauf abgestimmten Dübelschraube. Beide Komponenten bilden eine Einheit und dürfen nicht mit anderen Fassadendübel-Typen vermischt werden. Die Schraube presst beim Eindrehen in die Dübelhülse diese gegen die Bohrlochwandung. Durch Verspreizung wird der Fassadendübel im Untergrund verankert. Fassadendübel der Firma EJOT sind für Mehrfachbefestigungen von nichttragenden Systemen zu verwenden.

Achtung: Durchsteckmontage, keine Vorsteckmontage!

Fassadendübel müssen unbedingt in der Durchsteckmontage verarbeitet werden! Das bedeutet, dass die Dübelhülse samt Schraube durch das Anbauteil durchgesteckt und anschließend im Untergrund verschraubt wird. Auf keinen Fall darf die Dübelhülse zunächst in den Untergrund eingeführt und danach die Schraube separat durch das Anbauteil in der Hülse verschraubt werden. Dies würde dazu führen, dass die Schraube, deren Länge genau auf die Dübelhülse abgestimmt ist, nun zu kurz wäre, um eine sichere Verankerung im Untergrund zu erzielen.

3 Entscheidungskriterien für den passenden Fassadendübel:

  • Werkstoff des Anbauteils (Holz oder Metall) à entsprechende Kopfform des Dübels
  • Befestigungsdicke des Anbauteils à entsprechende Länge und Durchmesser des Dübels
  • Untergrundmaterial (Baustoff) à entsprechende Nutzungskategorie lt. Zulassung

Werkstoff des Anbauteils

Die Senkkopf-Variante wird für Anbauteile aus Holz verwendet und sorgt für eine flächenbündige Verschraubung im Holz. Für Anbauteile aus Metall stehen Dübelhülsen mit Kragenbund zur Verfügung. Der Kragenbund dient zur thermischen Trennung zwischen Schraube und Anbauteil. Außerdem wirkt er als Dichtring gegen Eindringen von Feuchtigkeit. Die Schraube bei der Kragenbundvariante hat zudem eine angepresste Scheibe, die für eine optimale Kraftübertragung sorgt. Bei EJOT Fassadendübeln erkennt man die Variante am Produktnamen: S steht für Senkkopf, KB steht für Kragenbund (s. Produktabbildungen rechts).

→ Befestigungs-Tipps: So wird ein Fassadendübel richtig verarbeitet

Befestigungsdicke des Anbauteils

Die Befestigungsdicke beinhaltet die Dicke des Anbauteils sowie den Außenputz (nicht tragende Schicht). Beispiel: Mit einem 100 mm langen Dübel, der 70 mm tief im Untergrund verankert wird, kann eine Befestigungsdicke von bis zu 30 mm erzielt werden. Geht man davon aus, dass der Putz etwa 20 mm dick ist, so kann das Anbauteil noch bis zu 10 mm dick sein. Ist kein Putz vorhanden, kann das Anbauteil also 30 mm dick sein.

Jeder Dübel ist in seiner Tragfähigkeit begrenzt. Für besonders dicke Anbauteile eignen sich daher Dübel mit größeren Schraubendurchmessern. Befestigungsdicken bis zu 290 mm können beispielsweise mit dem neuen EJOT Fassadendübel SDF-14A realisiert werden. Dieser 14er-Dübel zeichnet sich durch sehr gute Tragfähigkeiten und ein charakteristisches Biegemoment von über 60 Nm aus.

Untergrundmaterial

In den Europäischen Technischen Bewertungen (ETA) ist geregelt, für welche Untergrundmaterialien die Fassadendübel zugelassen sind. Vereinfacht werden zwischen vier Nutzungskategorien unterschieden: A = Beton, B = Vollstein, C = Lochstein, D = Porenbeton (ETAG 020).


Ein Dübel für alle Einsatzzwecke?

Nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht ist es von Vorteil, wenn Fassadendübel ein möglichst großes Anwendungsspektrum abdecken und somit die Lagerhaltungskosten minimieren. Alleskönner, wie zum Beispiel der neue EJOT Fassadendübel SDF-14A, tragen auch mit dazu bei, dass die Gefahr einer falschen Verwendung verringert wird. Laut Europäischer Technischer Bewertung ETA-15/0027 ist der SDF-14A zugelassen für alle gängigen Baustoffe, wie Beton, Vollstein, Lochstein und Porenbeton.