Bolzenanker montieren:
So vermeiden Sie Verarbeitungsfehler!

Bolzenanker eignen sich, je nach Zulassung, hervorragend zur Verankerung in gerissenem und ungerissenem Beton.

EJOT hat verschiedene Bolzenanker im Programm:

  • BA-V Plus, aus galvanisch verzinktem Stahl (zur Verankerung von mittelschweren bis schweren Befestigungen)
  • BA-F Plus, aus feuerverzinktem Stahl (zur Verankerung von mittelschweren bis schweren Befestigungen)
  • BA-E Plus, aus Edelstahl A4 (zur Verankerung von mittelschweren bis schweren Befestigungen)
  • (Der Bolzenanker BA-E-HCR Plus, aus Edelstahl A5 für hoch korrosive Umgebungen, ist auf Anfrage erhältlich.) 

Das Wirkungsprinzip von Bolzenankern besteht darin, dass ein Stahlbolzen in den Verankerungsgrund getrieben wird. Durch Anzug des Bolzens wird ein Metallring gespreizt, der dazu führt, dass sich der Bolzen im Untergrund verklemmt.

Vorsicht bei Randbereichen

Durch dieses Prinzip des Lasteintrages per Spreizdruck stößt die Verwendung des Bolzenankers als Befestigungsmittel bei manchen Anwendungsfällen an seine Grenzen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Befestigungspunkte im Randbereich von Betonflächen liegen. Weist der Beton nicht genügend Masse auf, um den Spreizdruck aufzunehmen, drohen im Ergebnis Abplatzungen des Untergrundmaterials und schlussendlich ein Versagen des Befestigungspunktes.


Im Folgenden beschreiben wir drei Negativbeispiele, wie Bolzenanker nicht montiert werden sollten:


Wie hätte der Schaden verhindert werden können?


Die Mindestrandabstände für Bolzenanker in Beton hätten eingehalten werden müssen und die Bohrlöcher hätten lotrecht ausgeführt werden müssen.

Als grobe Faustformel sollte ein Randabstand eingehalten werden, der mindestens dem 6-fachen des Bolzenankerdurchmessers (6 * d) entspricht. Beispiel: Bolzenanker M10 = mindestens 60 mm Randabstand. Die aktuell gültigen Zulassungen des Herstellers, sowie die hierin aufgeführten Achsabstände sind zudem zu beachten. Hinweise zu den Mindestrandabständen enthält die entsprechende europäische technische Zulassung ETA-14/0219.

Injektionstechnik für spreizdruckfreie Befestigungen


Wenn die Einhaltung von Mindestabständen aus konstruktiver Sicht nicht möglich ist, bleibt nur die Verwendung einer spreizdruckfreien Befestigungslösung, die in der Regel geringere Mindestabstände ermöglicht. Hierzu eignet sich die Injektionstechnik. Wie das funktioniert, erklären wir an einer anderen Stelle.
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